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Rheumatische Erkrankungen / Gicht |
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Im Bereich der rheumatischen Erkrankungen gibt es sehr viele verschiedene Krankheitsbilder mit den unterschiedlichsten Symptomen. Das hat häufig zur Folge, dass der Weg bis zur eindeutigen Diagnose häufig sehr lange dauert. Rheumatischen Erkrankungen werden in vier Hauptgruppen eingeteilt: 1. Arthritis = entzündliche, rheumatische Erkrankung – Gelenkzerstörung durch eine Autoimmunreaktion des Körpers Bei einer Autoimmunerkrankung handelt es sich um eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe. Bei der Arthritis sind häufig die Gelenkknochen betroffen, die sich in einem schmerzhaften Prozess selbst zerstören. Es gibt Lebensmittel, die diesen Prozess beschleunigen. Hierbei handelt es sich um tierische Produkte, die Arachidonsäure enthalten. Es gilt diese Nahrungsmittel zu minimieren und auf überwiegend pflanzliche Kost und die richtigen Öle umzusteigen. Außerdem benötigt der Körper meist mehr Mikronährstoffe als bei Gesunden. Eine optimale Ernährung mit unterstützenden Ergänzungen kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. 2. Arthrose = Gelenkerkrankungen durch Verschleiß, Entzündung Bei der Arthrose handelt es sich um einen Gelenkverschleiß. Der Knorpel im Gelenk wird abgetragen und der Knochen hat dadurch keine Federung mehr und stößt bei Bewegung direkt auf einen anderen Knochen. Dies führt zu einer Entzündung und starken Schmerzen. Die Krankheit ist teilweise abhängig von Alter und Veranlagung. Der Prozess wird durch Übergewicht stark gefördert, da das Gelenk dadurch überbelastet wird. Eine Therapie beinhaltet eine gesunde Lebensführung, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung mit evtl. Gewichtsanpassung. Häufig helfen den Betroffenen Wasseranwendungen (nach Kneipp) akute Schmerzen zu lindern. Pflanzliche Arzneimittel, wie zum Beispiel die Teufelskralle, können helfen den chronischen Schmerzen auf natürlichem Weg entgegen zu treten und eventuell die Einnahme von Medikamenten zu verringern.
3. Fibromyalgie = Erkrankungen der Weichteile: Sehnen, Unterhautgewebe, depressive Verstimmungen Die Fibromyalgie geht häufig einher mit starken, teils depressiven Stimmungsschwankungen und Überbelastung (Stress), die körperlich zum Ausdruck kommen und durch starke Schmerzen den Tagesablauf erschweren. Bei Menschen mit dieser Erkrankung ist es sehr wichtig einen ausgeglichenen Lebensrhythmus zu finden. Gesunde Ernährung und tägliche Bewegungseinheiten sollten in den Alltag eingebaut werden. Eventuell vorhandenes Übergewicht sollte abgebaut werden. Pflanzliche Arzneimittel wie Johanniskraut oder das Stressmineral „Magnesium“ können dazu beitragen, dass der Betroffene den Alltag besser bewältigen kann. Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder Muskelentspannung nach Jacobsen können zu einer Linderung der Schmerzen beitragen. Güsse oder Wickel (nach Kneipp) verschaffen häufig auch eine Besserung der Symptome.
4. Gicht = Folgeerkrankung einer Stoffwechselstörung, falsche Ernährung Die Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die in Schüben verläuft. Bei unzureichender Behandlung kommt es durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen in verschiedenen Gelenken und Geweben zu einer gelenknahe Knochen- und Knorpelveränderung. Außerdem kann es langfristig zu einer Schädigung der Niere kommen, die letztlich zur Niereninsuffizienz führt. Die Schübe werden ausgelöst durch einen übermäßigen Verzehr von Lebensmitteln, die viele Purine enthalten. Die meisten Purine enthalten Fleisch, Wurst, Innereien, Krusten-/Schalentiere und Hefe (Bier). Alkohol hemmt zusätzlich deren Abbau. Bei übermäßigem Verzehr dieser Lebensmittel werden dann in regelmäßigen Abständen Gichtschübe ausgelöst, die dann medikamentös behandelt werden müssen. Das erste befallene Körperglied ist in den allermeisten Fällen der große Zeh. Auch wenn nach der Behandlung keine Schmerzen mehr zu spüren sind, schlummert die Krankheit weiterhin im Körper. Deshalb müssen Betroffene unbedingt die Anzahl der purinhaltigen Lebensmittel minimieren. Vorhandenes Übergewicht sollte abgebaut werden. Bei einer gesunden Lebensführung mit ausreichend Bewegung, können die Krankheitsschübe minimiert, wenn nicht sogar vermieden werden. |
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